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Wiesen und Weiden in den Tälern

Eine gepflegte Kulturlandschaft und idyllische Ortschaften sind charakteristisch für die Talbereiche. Hier findet man überwiegend Wiesen mit Weiden und Streuobstwiesen sowie an ungünstigen Standorten Wälder, welche für die landwirtschaftliche Nutzung eher ungeeignet sind. Aufgrund der naturräumlichen und klimatischen Verhältnisse ist das wesentliche Standbein der landwirtschaftlichen Betriebe die Grünlandwirtschaft mit Milchwirtschaft, Kälberaufzucht und Waldbewirtschaftung. Es sind auch noch Reste von Aulandschaften und Mooren vorhanden. 

Herrliche Wälder

Ein wesentlicher Bestandteil des Naturparks ist der Wald. Fichtenwälder, Fichten-Tannenwälder und Fichten-Tannen-Buchenwälder sind die dominierenden Waldgesellschaften. Im Frühjahr leuchten auf den ausgeaperten Waldhängen die Schneerosen, zu denen sich bald der Seidelbast, verschiedene Hahnenfußarten, Huflattich, Leberblümchen und die Buschwindröschen gesellen. Faszinierend ist die Ursprünglichkeit und Natürlichkeit der Schluchtwälder. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen von Kiefernwäldern (z.B. Spitzenbachklamm oder in der Palfauer Wasserlochklamm). Sie bildeten im Präboreal die beherrschende Waldgesellschaft in der Region und gelten heute als Reliktstandorte.

Idyllische Almen

Die Almen im Naturpark bieten wunderbare Ausflugsziele für Wanderer und sind ein Teil der bergbäuerlichen Kulturlandschaft. Historisch gesehen nahm die Almwirtschaft einmal große Ausmaße an. Neben den heute noch bestoßenen Niederalmen existierten auch Hochalmen, deren Weiderechte aus forst- und jagdwirtschaftlichen Gründen abgelöst wurden. Trotzdem werden immer noch sehr viele Almen im Naturpark für die Beweidung genützt. Besonders typisch für die Almflächen sind Bürstlingsrasen, Weißer Germer, Almampfer, Arnika, Blauer Eisenhut und Silberdistel.

Fels- und Schuttflora

In der alpinen Region des Naturparks ist der Naturraum besonders reichhaltig differenziert. Felsspaltenvegetation, Schuttfluren, alpine Matten und Zwergstrauchgesellschaften mit Latschenfeldern wechseln sich ab. Die Aurikel oder der Petergstamm (Primula auricula) ist eine typische Pflanze in den Kalk- Felsspalten. Die goldgelben Blüten sind je nach Höhenlage von April bis Juli anzutreffen. Die Aurikel gehört zu den Primelgewächsen und ist auch als alte Heilpflanze gegen Husten und Lungengeschwüre bekannt.

Endemiten

Eine Besonderheit der Nordöstlichen Kalkalpen ist der hohe Anteil an Endemiten, das sind Pflanzen, die auf der Welt nur in einer Region vorkommen. Einer dieser Endemiten ist die Anemonen Schmuckblume (Callianthehemum anemonioides). Wer die Anemonen-Schmuckblume sehen will, muss im zeitigen Frühjahr unterwegs sein. Sie blüht bevor noch die Blätter voll entwickelt sind und bevorzugt sickerfrische, steinige Rasen, Geröllfluren an bachnahen Unterhängen und lichte Wälder. Auf einer Wanderung durch die Spitzenbachklamm kann man sie entdecken.

Orchideen

Naturliebhaber sind begeistert von den seltenen Orchideen im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen. Diese hoch entwickelten, sensiblen Pflanzen üben seit jeher durch ihre außergewöhnlichen Erscheinungsformen auf uns Menschen einen besonderen Reiz aus. Bitte alle Orchideen im Naturpark nur bewundern und fotographisch festhalten. Sie sind geschützt und dürfen ihrem Wuchsort nicht entnommen werden.


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