Das Tal der Schmetterlinge Spitzenbachklamm
Schon im 19. Jahrhundert wusste man, dass die Spitzenbachklamm ein Schmetterlingsparadies ist. Feuchte, dunkle Schluchten sind ein ungewöhnlicher Platz für Schmetterlinge. Anders in der Spitzenbachklamm durch die besondere Nord-Süd-Ausrichtung der Klamm wachsen hier wärmeliebende Pflanzen und Hochgebirgspflanzen eng beieinander. Raupen und Schmetterlinge finden hier ein riesiges Futterangebot.
Die Spitzenbachklamm bietet vielen Tagfalten und Nachtschwärmern einen Lebensraum. Wenn in lauen Nächten blaue Lichter in der Klamm aufleuchten, ist dies ein untrügliches Zeichen das die Insektenforscher Herbert Kerschbaumsteiner und Gerhard Stimpfl auf dem Weg sind. Mit speziellen Leuchtstoffröhren im Inneren eines Zeltes locken sie Nachtschwärmer an und bestimmen diese. Jedes Jahr kommen rund 80 neue Arten dazu. Die beiden Forscher schätzen, dass über 800 Arten in der Klamm beheimatet sind.
Auch die Pflanzenvielfalt macht die Spitzenbachklamm zu etwas Besonderem. Bisher wurden in der Spitzenbachklamm 18 Orchideenarten nachgewiesen. Auch findet man hier sehr viele Endemiten, das sind Pflanzen, die auf der Welt nur hier vorkommen. Einer dieser Endemiten ist die Anemonen Schmuckblume. Wer sie sehen will, muss im zeitigen Frühjahr unterwegs sein. Sie blüht bevor noch die Blätter voll entwickelt sind. Die Spitzenbachklamm ist ein Naturdenkmal und genießt höchsten Schutzstatus.
Im Ortsgebiet St. Gallen parken. Die Wanderung beginnt gegenüber der Feuerwehr und führt am Wanderweg 637 in die Spitzenbachklamm (Gehzeit 1 h). Eine schöne Variante ist auch die Rundwanderung: von der Spitzenbachklamm zur Teufelskirche (Weg 12) und von dort nach St. Gallen zurück (insgesamt 4 h).









