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Der Eschen-Scheckenfalter und seine Lebensräume

Der Eschen-Scheckenfalter und seine Lebensräume

Der Eschen-Scheckenfalter oder Maivogel ist ein prächtiger Vertreter der Edelfalter. Er entwickelt sich an Eschen in lichten und feucht-warmen Wäldern und an Waldrändern. Ein steirisches Hauptvorkommen der Art liegt im Salzatal. Aufgrund des Lebensraumverlustes, zudem angefeuert durch das Eschentriebsterben, gilt der Schmetterling österreichweit als „stark gefährdet“. Die Art ist aber sowohl durch die Steiermärkische Artenschutzverordnung wie durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU streng geschützt. Das Vorkommen dieser Art im Naturpark Steirische Eisenwurzen ist eines der bedeutendsten innerhalb Österreichs und das wichtigste in der Steiermark. Aus diesem Grund wurde 2017 das Europaschutzgebiet „Südlich gelegene Talbereiche der Göstlinger Alpen“ speziell für diese Art ausgewiesen. Das Schutzgebiet, das zur Gänze innerhalb des Naturparks Eisenwurzen liegt, umfasst Teile der Talräume der Salza und des Lassingbachs sowie einige Nebentäler, etwa den Hopfgarten und das Holzäpfeltal.

Im Rahmen des Forschungsprojektes “Artenreiche Eisenwurzen” lag ein Schwerpunkt der Untersuchungen in der Erforschung und Bestandskontrolle des Eschen-Scheckenfalter-Vorkommens in der Region.

Aktuell ist das Eschen-Scheckenfalter-Vorkommen im Naturpark in einem guten Erhaltungszustand. Doch infolge des Eschentriebsterbens sowie der Nutzungsintensivierung oder Nutzungsaufgabe im Grünland ist die Situation für die Art weiterhin angespannt; einzelne Teilpopulationen sind bereits erloschen. Um den Fortbestand dieser seltenen Art zu ermöglichen, sollten bestehende Eschenbestände gefördert und bestmöglich – soweit das Eschentriebsterben dies zulässt – erhalten werden, um so Nahrung für die Larven bereitzustellen. Die erwachsenen Falter benötigen zudem ungedüngte oder düngungsarme, besonders blütenreiche Wiesen, um Nektar aufnehmen zu können.

Dieser Beitrag ist Teil des Projektes Artenreiche Eisenwurzen und wird unterstützt vom Land Steiermark und der Europäischen Union.

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