Naturpark

Steirische Eisenwurzen

Naturpark-Orte

Steirische Eisenwurzen

In die Tiefe spüren und Landschaften neu entdecken
Erleben Sie Zeugnisse traditionsreicher Geschichte rund um Wasser, Holz und Eisen, erholen Sie sich unter blühenden Streuobstwiesen und genießen Sie die Vielfalt des Lebens. Der Naturpark Steirische Eisenwurzen ist geprägt von herrlichen Wäldern, romantischen Flusstälern und idyllischen Bauernhöfen. All das verbindet und bieten die Naturparkgemeinden, wobei jede Gemeinde, jeder Ort oder auch jeder Rastplatz, jede Waldlichtung, jeder Wiesenfleck und jeder Berggipfel seine Einzigartigkeit und seine Besonderheiten aufweist.

Aus ehemals 7 Naturpark Gemeinden sind durch die steirische Gemeindefusion 4 Gemeinden entstanden: Altenmarkt bei St. Gallen, Landl, St. Gallen und Wildalpen. Informationen zu den ehemaligen Gemeinden Palfau und Gams finden Sie unter Landl. Details zu Weißenbach an der Enns lassen sich unter St. Gallen nachlesen.

Der Naturpark Steirische Eisenwurzen besteht aus vier Gemeinden:

Naturparke Steiermark

Landschaft voller Leben

Sieben Naturparke zählt die Steiermark:

  • Almenland,
  • Mürzer Oberland,
  • Pöllauer Tal,
  • Steirische Eisenwurzen,
  • Sölktäler,
  • Südsteiermark und
  • Zirbitzkogel-Grebenzen.

Sie repräsentieren charakteristische und ökologisch wertvolle Kulturlandschaften wie artenreiche Weinberge, Almen, waldreiche Teich- und Fluss-Gebiete oder Streuobst-Hügellandschaften und haben sich dem bewussten Miteinander von Mensch und Natur verpflichtet.

Die Steiermärkische Landesregierung hat sie unter besonderen Schutz gestellt und mit dem Prädikat „Naturpark“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Naturparke Steiermark.

Naturparke Österreich

Natur erleben – Natur begreifen

Die Österreichischen Naturparke haben ihre Chancen erkannt und wollen diese durch eine verstärkte Kooperation in einem gemeinsamen Dachverband nutzen. Daher haben sich im Herbst 1995 die bestehenden Naturparke im Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) zusammengeschlossen. Ziel des Verbandes ist eine qualitative Weiterentwicklung der Naturparke und die Durchführung gemeinsamer Marketingprojekte.

Die Österreichischen Naturparke sind durch folgende gemeinsame Charakteristika gekennzeichnet:

  • Zustimmung aller betroffenen Gemeinden; nur dann wird das Prädikat „Naturpark“ verliehen
  • Weitgehend freie Zugänglichkeit – Naturparke stehen allen offen
  • Geschützte Gebiete: zumindest unter Landschaftsschutz, zum Teil unter Naturschutz
  • Besondere naturräumliche Ausstattung: große Artenvielfalt und Formenreichtum
  • Freiwillige Mitarbeit: Einzelpersonen, Initiativen, Vereine engagieren sich ehrenamtlich
  • Je nach Entstehungsgeschichte unterscheiden sich die österreichischen Naturparke hinsichtlich ihrer Größe – diese reicht von 20 bis 70.000 Hektar – und ihrer personellen und finanziellen Ressourcen
  • Derzeit gibt es in Österreich 48 Naturparke

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage vom Verband der Naturparke Österreichs.

Ausflugsziele und Kultur im Naturpark

Highlights in Sachen Entspannung, Kultur, Wissen und Sport

Neben unserem UNESCO Global Geopark und unseren Naturpark-Juwelen hat die Region noch weitere Highlights in Sachen Entspannung, Kultur, Wissen und Sport zu bieten:

Badeteich Landl

Beliebt bei großen und kleinen Gästen ist der weithin bekannte Badeteich Landl. Zu Erfrischung in den heißen Sommermonaten und als entspannende Abwechslung wird der Freizeitpark gerne besucht. [...]

Buchsteinrunde

Die Buchsteinrunde, eine anspruchsvolle aber atemberaubende Mountainbikestrecke (3 Tagestour) führt rund um den Großen Buchstein (2224 m), durch den Nationalpark Gesäuse und den Natur- und [...]

Burg Gallenstein

Die Burg Gallenstein stammt aus dem 13. Jahrhundert und war bis Ende des 19. Jahrhunderts Fluchtburg und Verwaltungssitz des Stiftes Admont. Die danach völlig verfallene Ruine wurde vom [...]

Festival St. Gallen

Das jährlich im August stattfindende Festival St. Gallen wurdebesteht schon seit fast 30 Jahren und zieht Künstler und Musikbegeisterte magisch an. Innovationsfreude in Verbindung mit bewusster [...]

Forstmuseum „Silvanum“

Bereits seit 1979 beherbergt der "Neue Kasten" in Großreifling das Österreichische Forstmuseum "Silvanum". Erbaut wurde das Gebäude im 18. Jh. von der Innerberger Hauptgewerkschaft als [...]

Forum Stockbauer

In seinem 500-Seelen-Geburts- und Schaffensort von Hans Stockbauer Palfau im wildromantischen obersteirischen Salzatal in idyllischer Lage unterhalb der Kirche baute Herr Scheiblechner einen [...]

Haflingerhof Gams

Pferdestarker Urlaub im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen. Nutzen Sie die Möglichkeit und genießen Sie die Natur und Landschaft auf dem Rücken der Pferde. Das ganze Jahr über bietet der [...]

Hochseilgarten & 3D Bogensport

Beim Gasthof Eschau befindet sich für Actionliebhaber ein abwechslungsreiches Outdoor Zentrum. Der Hochseilgarten bietet eine große Vielfalt an unterschiedlichen Stationen mit verschiedenen [...]

Mountainbikeroute Wildalpen

Diese Mountainbikeroute bietet einerseits Naturgenuss mit Ausblicken zu den Hochschwabbergen, der Kräuterin sowie den Ybbstaler Alpen, andererseits sportliche Aktivität und Entspannung. Die Route [...]

Reiterhof Laussabauer

Es heißt ja immer wieder "Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde." So auch am Laussabauerhof. Der Reitbetrieb, besteht aus einer harmonischen, schönen und ausgebildeten [...]

Weg der Sinne in Altenmarkt

Der Weg der Sinne ist eine gemütliche Wanderung auf der Ennsterrasse in Altenmarkt. Entlang des Weges haben Sie wunderbare Ausblicke auf die Enns und das "Kesselschloss", dem Herrenhaus in [...]

Ausflugsziele rund um den Naturpark

Wandern, Bergsteigen, Wildwasser-Abenteuer oder Kulturgenuss
Gesäuse gibt Kraft

Das Gesäuse gibt dir keine To-do Liste zum Abarbeiten: Es gibt dir eine Sammlung an Möglichkeiten, mit denen du die Kraft für Körper, Geist, Seele und Emotion wiederbekommst, die im herausfordernden Alltag so oft verloren scheint.

Naturjuwele

Spezielle Lebensräume, Einzelschöpfungen der Natur- und kulturhistorische Besonderheiten

Naturjuwele sind besondere Plätze und Schätze in der Steirischen Eisenwurzen, welche sich vor allem durch ihre Einzigartigkeit und landschaftliche Schönheit herauskristallisieren. Einige sind in unserem UNESCO Global Geopark zu finden, andere Juwele wiederum lassen sich nur bei einer Wanderung und beim Verweilen in der Natur erkunden.

KrausHöhle GeoDorf Gams

Neben den faszinierenden Tropfsteinen – den Stalagmiten und Stalaktiten – stechen die weißen Gipskristallsäulen ins Auge. Sie sind eine steiermarkweite Besonderheit. Die KrausHöhle besteht aus [...]

Mühlbach

Der Mühlbach wurde 2006 wegen seines natürlichen Verlaufes zum Naturdenkmal erklärt. Großes Geröll bringt der Bach aus den Gesäusebergen mit. Neben den Schotterinseln sind vor allem der [...]

NothKlamm GeoDorf Gams

Neben den faszinierenden Tropfsteinen – den Stalagmiten und Stalaktiten – stechen die weißen Gipskristallsäulen ins Auge. Sie sind eine steiermarkweite Besonderheit. Die KrausHöhle besteht aus [...]

WasserlochKlamm Palfau

Von der Wasserlochschenke führt der Weg mit einer Hängebrücke über die Salza. Weiter geht es über zahlreiche Leitern und Stege bis knapp unters Wasserloch - dabei überwinden wir 300 [...]

Unsere Naturpark-Schulen

NMS Weißenbach/Enns, VS St. Gallen und VS Altenmarkt bei St. Gallen

Seit 2007 vergibt der Verband der Österreichischen Naturparke das Prädikat „Österreichische Naturpark-Schule“ an Schulen innerhalb von Naturparken. Ziel der Naturpark-Schulen ist eine angepasste Vermittlung von Wissen und Erkenntnissen für verschiedene Altersgruppen in den Bereichen Qualität der Natur- und Kulturlandschaftsschutzarbeit, Bewusstseinsbildung, Kreislaufwirtschaft “Aus der Region für die Region”, Erneuerbare Energien und Erlebnis- und Naturpädagogik. Im Naturpark Steirische Eisenwurzen tragen die Volksschulen Altenmarkt und St.Gallen sowie die Neue Mittelschule Weißenbach/Enns dieses Prädikat.

So nehmen die Schüler der Mittelschule beispielsweise jährlich im Frühjahr am „Tag der Biodiversität“ teil. Im Jahr 2015 hatten die Kinder die Möglichkeit an 15 Stationen Biodiversität für eine Nachhaltige Entwicklung zu erkunden. Bei der Präsentation in der Eisenstraßenhalle Altenmarkt/St. Gallen war die Schule somit mit dem Projekt Klimaschule vertreten.

Am Tag der Biodiversität 2013 wurde den Schülern die Artenvielfalt des heimischen Lebensraums Wasser nähergebracht. Die 1. und 2. Klassen der NMS Weißenbach/Enns beteiligten sich aktiv an den Erlebnis- und Projektstationen rund um das Museum „HochquellenWasser Wildalpen“. Themen wie „Woher kommt das Wasser – wohin fließt es?“  waren an diesem Tag ein wichtiger ökologischer Lerninhalt.

Weitere Informationen zu den Naturparkschulen:

Naturpark Projekttage und Schullandwochen

Der Natur auf der Spur

Das Team des Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen teilt gerne das Wissen um die Natur und Kultur der Region. Dazu bieten wir eigens für Schulklassen und Schüler Projekttage und Schullandwochen an.
Ausgebildete Natur-und Landschaftsvermittler, Kräuter- und Waldpädagogen, Rafting- und Outdoorguides vermitteln mit viel Feingefühl den SchülerInnen auf spielerische Art und Weise Lebensräume von Pflanzen und Tieren im Wald, im Wasser und auf der Wiese oder bieten Action und Fun, wie beim Rafting.

Höhepunkte unseres Programms sind:

  • Eroberung der Burg Gallenstein
  • Als Geologe und Höhlenforscher unterwegs…
  • Besuch Wassererlebnispark St. Gallen
  • Rafting
  • Hochseilgarten und
  • Canyoning.

Aus Liebe zu unserer Umwelt (keine Transfer) bieten wir die Bausteine „Der Natur auf der Spur“, „Kräutlerei macht Spass“, „Bachsteine erzählen“ und die Nachtwanderung direkt bei der Unterkunft an. Das Team des Natur- und Geopark berät Sie gerne bei der Zusammenstellung der Module und übernimmt auf Wunsch die Gesamtorganisation ihrer Projekttage.

Flora & Fauna

Natur so schön und vielfältig wie kaum woanders

Wiesen und Weiden in den Tälern

Eine gepflegte Kulturlandschaft und idyllische Ortschaften sind charakteristisch für die Talbereiche. Hier findet man überwiegend Wiesen mit Weiden und Streuobstwiesen sowie an ungünstigen Standorten Wälder, welche für die landwirtschaftliche Nutzung eher ungeeignet sind. Aufgrund der naturräumlichen und klimatischen Verhältnisse ist das wesentliche Standbein der landwirtschaftlichen Betriebe die Grünlandwirtschaft mit Milchwirtschaft, Kälberaufzucht und Waldbewirtschaftung. Es sind auch noch Reste von Aulandschaften und Mooren vorhanden.

Herrliche Wälder

Ein wesentlicher Bestandteil des Naturparks ist der Wald. Fichtenwälder, Fichten-Tannenwälder und Fichten-Tannen-Buchenwälder sind die dominierenden Waldgesellschaften. Im Frühjahr leuchten auf den ausgeaperten Waldhängen die Schneerosen, zu denen sich bald der Seidelbast, verschiedene Hahnenfußarten, Huflattich, Leberblümchen und die Buschwindröschen gesellen. Faszinierend ist die Ursprünglichkeit und Natürlichkeit der Schluchtwälder. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen von Kiefernwäldern (z.B. Spitzenbachklamm oder in der Palfauer Wasserlochklamm). Sie bildeten im Präboreal die beherrschende Waldgesellschaft in der Region und gelten heute als Reliktstandorte.

Idyllische Almen

Die Almen im Naturpark bieten wunderbare Ausflugsziele für Wanderer und sind ein Teil der bergbäuerlichen Kulturlandschaft. Historisch gesehen nahm die Almwirtschaft einmal große Ausmaße an. Neben den heute noch bestoßenen Niederalmen existierten auch Hochalmen, deren Weiderechte aus forst- und jagdwirtschaftlichen Gründen abgelöst wurden. Trotzdem werden immer noch sehr viele Almen im Naturpark für die Beweidung genützt. Besonders typisch für die Almflächen sind Bürstlingsrasen, Weißer Germer, Almampfer, Arnika, Blauer Eisenhut und Silberdistel.

Fels- und Schuttflora

In der alpinen Region des Naturparks ist der Naturraum besonders reichhaltig differenziert. Felsspaltenvegetation, Schuttfluren, alpine Matten und Zwergstrauchgesellschaften mit Latschenfeldern wechseln sich ab. Die Aurikel oder der Petergstamm (Primula auricula) ist eine typische Pflanze in den Kalk- Felsspalten. Die goldgelben Blüten sind je nach Höhenlage von April bis Juli anzutreffen. Die Aurikel gehört zu den Primelgewächsen und ist auch als alte Heilpflanze gegen Husten und Lungengeschwüre bekannt.

Endemiten

Eine Besonderheit der Nordöstlichen Kalkalpen ist der hohe Anteil an Endemiten, das sind Pflanzen, die auf der Welt nur in einer Region vorkommen. Einer dieser Endemiten ist die Anemonen Schmuckblume (Callianthehemum anemonioides). Wer die Anemonen-Schmuckblume sehen will, muss im zeitigen Frühjahr unterwegs sein. Sie blüht bevor noch die Blätter voll entwickelt sind und bevorzugt sickerfrische, steinige Rasen, Geröllfluren an bachnahen Unterhängen und lichte Wälder. Auf einer Wanderung durch die Spitzenbachklamm kann man sie entdecken.

Orchideen

Naturliebhaber sind begeistert von den seltenen Orchideen im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen. Diese hoch entwickelten, sensiblen Pflanzen üben seit jeher durch ihre außergewöhnlichen Erscheinungsformen auf uns Menschen einen besonderen Reiz aus. Bitte alle Orchideen im Naturpark nur bewundern und fotographisch festhalten. Sie sind geschützt und dürfen ihrem Wuchsort nicht entnommen werden.